Und jetzt?

Ich hab´nen neuen Job, ich bin jetzt Autorin. Zumindest vorübergehend. Den Job anzunehmen, war ein großes Risiko für mich, denn ich hatte ihn zuvor ja nicht getestet. Trotzdem habe ich mich getraut und mich direkt nach dem dreißigsten Job auf die neue Aufgabe gestürzt. Das erwartete Loch, in das ich nach den ganzen Abenteuern zu fallen glaubte, konnte ich also mit reichlich Arbeit stopfen. Denn, oh Wunder, ein Buch schreibt sich nicht von alleine. Dabei habe ich in den letzten Wochen geheult, war frustriert, kurz darauf überglücklich. Es ist also wahr: Beim Schreiben durchlebt man alles ein zweites Mal.

Ein paar Wochen werde ich noch als Autorin beschäftigt sein. Und danach? Fahre ich in den Urlaub. Das liegt mir. „Aber was ist denn nun bei der Traumjob-Suche herausgekommen? Hat sie ihren Traumjob gefunden?“, werdet ihr euch vielleicht fragen. Die Antwort lautet: Nein.

Viel besser noch. Ich habe herausgefunden, was ich kann, was mir Spaß macht und was mir wichtig ist. Daraus ergeben sich mehrere Optionen. Jede einzelne von ihnen klingt in meinen Ohren großartig. Vielleicht bewerbe ich mich an einer Journalisten-Schule. Vielleicht bleibe ich Bloggerin. Vielleicht werde ich Berufsberaterin. Wo ich noch vor einem Jahr überzeugt war, Pläne zu brauchen, bin ich heute entspannter. Die Optionen werde ich beizeiten auf ihre Umsetzbarkeit prüfen. Ich bin mir sicher, dass die richtigen Dinge zur richtigen Zeit kommen werden und ich sie dann auch erkennen kann. Denn das habe ich in erster Linie in den letzten zwölf Monaten gelernt: Loszulassen und auf meine Intuition zu vertrauen.

Danke an Euch fürs Teilhaben, Teilen und Teil-Sein. Fürs Feedback geben, kritische Hinterfragen und Hilfe anbieten. Für den Zuspruch, für neue Gedanken und offene Arme. Nichts ist mehr wie es war. Alles ist gut.

7 Gedanken zu “Und jetzt?

  1. Liebe Jannike,
    „ich habe heute den Beitrag „Du bist am falschen Ort! Dir fehlt etwas!“ gelesen und mir so meine Gedanken gemacht:
    Könnte es nicht sein, dass dieses mulmige Gefühl davon kommt, dass es doch in der Natur der Dinge liegt, dass wir uns nicht nur weiterentwickeln, sondern auch weiter vermehren möchten.
    Also der Wunsch nach Familie, Kindern und dann vor allem, dass dann, die Kinder in einem glücklichen Umfeld aufwachsen können, damit sie dann ihrerseits etwas weitergeben können.
    Natürlich kann ich auch falsch liegen, ist einfach so eine Idee

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    • Liebe Ursula,

      ich glaube, den Wunsch nach einer Familie kann man benennen, wenn man diese Sehnsucht hat. Zumindest kann ich das bei Freunden und Bekannten sehen. Bei mir war das nicht die Antwort auf meine Frage. Das Gefühl für mich selbst wieder zu bekommen, war für mich sehr wichtig.

      Dir alles Gute und viele Grüße
      Jannike

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  2. Ich kenne es sehr gut, wenn man loslassen soll, aber nicht kann, weil man kein Vertrauen aufgebaut hat. Ich denke, dies hat viel mit dem Urvertrauen zutun, wenn dieses als Kind in irgendeiner Weise verletzt wurde, dann bestehen Zweifel, welche einem das ganze Leben verfolgen.
    Bei diesen Zweifeln loszulassen, ist eine Herausforderung.

    Ich selbst habe vor kurzem eine neue Herausforderung angenommen und mit bei der Firma
    Recruiting beworben. Ich bin schon ganz nervös vor dem großen Schritt einen ganz neuen Job anzunehmen, welcher auch in eine andere Branche und Tätigkeitsumfeld umfasst, anzunehmen. Aber die Firma hat mich sehr gut auf alles vorbereitet und mit den richtigen Menschen an seiner Seite, kann man so gut wie jede Herausforderung meistern.

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  3. Hallo
    Wir haben uns begegnet am bahnhof in L. Es war glat, dein zug hat nicht gefahren und deine mutter hat dich abgeholt……weist du noch? Ich bin die holländerin mit dem du an einem tisch gesessen hast. Alles ok? Und was machst du jetzt? Bist du in B. Wie du sagtest?
    Alles Gute, Agatha

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  4. Pingback: 30 Jobs in einem Jahr | geistesfindung

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